Der Tagesworkshop beinhaltet das Kennenlernen und praktische Anwenden von kostenfreien Online-Verifizierungstools aus folgenden Bereichen:

“Auge schulen” / Foto / Video / Online-Identitäten / Browser Plug-ins / Weitere Tricks

Die Schwerpunkte im Detail:

“Auge schulen” – Wir starten das Seminar mit dem gemeinsamen Betrachten von Videos und Fotos, die auf den gängigen Social-Media Portalen wie Facebook und YouTube gepostet wurden. Gemeinsam analysieren wir: Was sind Details, die mich stutzig machen sollten? Woran kann ich auf den ersten (oder zweiten) Blick erkennen: Dieser Content ist “zu schön, um wahr zu sein”? Was sind Indizien für ein echtes Foto/Video?

Video – Die Workshopteilnehmer bekommen Tools an die Hand, mit deren Hilfe sie deutlich einfacher abschätzen können, ob ein Video manipuliert wurde oder nicht. Die Tools sind von uns auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Wichtig: Sie sind kostenlos und auch ohne viel technisches Know-How anwendbar. Wir testen die Tools anhand von Beispielen, so dass jeder Redakteur / jede Redakteurin weiß, mit welchen dieser Werkzeuge er oder sie persönlich am besten zurechtkommt. Außerdem gehen wir auch auf die Grenzen ihrer Anwendung ein.

Foto – Auch hier stellen wir eine Reihe kostenloser, nutzerfreundlicher Tools vor, durch die es ohne Spezialkenntnisse möglich ist, u.a. herauszufinden: Wurde das Bild bearbeitet? Wenn ja: Welche Details wurden verändert? Wann und wo wurde das Foto aufgenommen und mit welcher Kamera? Jedes Tool hat Vor- und Nachteile. Wir stellen diese vor und üben den Umgang anhand praktischer Beispiele.

Online-Identitäten – Menschliche Social Media-Profile von Bot-Profilen zu unterscheiden, ist eine immer größere Herausforderung für Redakteure. Hat da ein Augenzeuge wirklich etwas gesehen? Kommentiert unter dem Beitrag ein echter Leser? Oder steckt ein interessengesteuerter Bot dahinter? Die Workshopteilnehmer lernen anhand von Profil-Merkmalen und Tools einzuordnen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Account ein “Fake” ist.

Zu dem Bereich Online-Identitäten zählt aber auch: Wie finde ich mehr über eine bestimmte Person heraus? Das deutsche Datenschutzgesetz macht es Journalisten oft nicht leicht, an  Informationen über Personen zu kommen. Aber: es ist deutlich mehr möglich, als viele wissen. Die Teilnehmer lernen Kniffe und alternative Suchmethoden zur Identitäten-Suche kennen. Wir behandeln dabei die sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und Instagram, wobei wir den Schwerpunkt auf eine erweiterte Facebook- und Twitter-Suche legen.

Browser Plug-ins – Wir stellen für die Verifikation von Online-Inhalten nutzbare Plug-ins vor, erklären den Workshop-Teilnehmern, wie sie anzuwenden sind und testen auch diese an konkreten Beispielen. Die besprochenen Plug-ins dienen allesamt der Arbeitserleichterung und lassen sich leicht in den Redaktionsalltag einbinden. Installieren Sie dazu auf Ihrem Computer am besten Google Chrome.

Weitere Tricks– Jenseits der oben erwähnten Schwerpunkte, gibt es noch weitere Zusammenhänge, deren Überprüfung zu wertvollen Ergebnissen führen kann. Wir stellen Tools und Kniffe vor, die es ermöglichen, herauszufinden: Wer steckt hinter der Webseite und welche Seiten stehen in einem (finanziellen) Zusammenhang? Welche Ereignisse (Fotos, Videos, Tweets) werden gerade aus einem bestimmten Ort abgesetzt? Wie kann ich aus OT-Passagen bestimmte Sätze herausfiltern, ohne das gesamte Material durchhören zu müssen? Dies ist insbesondere für eine schnelle Online-Recherche interessant. Auf Wunsch gehen wir auch auf die Debatte rund um Fake News-Seiten ein.

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